Die Digitale Agenda für das Land Sachsen-Anhalt wurde im Dezember 2017 von der Landesregierung beschlossen und im Folgejahr vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung präsentiert. Der digitale Wandel bietet für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur zahlreiche Entwicklungschancen, die mit dem breit angelegten Programm effektiv genutzt werden sollen. Dafür müssten die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie beispielsweise eine schnelle Internetverbindung für ganz Sachsen-Anhalt und eine Modernisierung der Schulen. Die genauen Zielsetzungen wurden in einem 10-Punkte-Plan vorgestellt.

Über den Stand der Digitalen Agenda werden Repräsentanten der Parteien aus dem Landtag Sachsen-Anhalt auf der 5. Netzwerktagung im Rahmen einer Diskussionsrunde sprechen und eine Prognose für die Zukunft aufstellen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Einfluss der Politik gesetzt, die die Weichen für eine digitale Zukunft stellen soll.

Referent/-innen:

Lars-Jörn Zimmer – Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, CDU
Tobias Rausch – Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, AfD
Thomas Lippmann – Fraktionsvorsitzender, Die Linke
Holger Hövelmann – Medienpolitischer Sprecher, SPD
Dorothea Frederking – Medienpolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
Prof. Dr. Stefan Iske – Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Moderation:

Marcel Roth – MDR

 




3. Rotes Sofa: Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

Gesellschaft digital gestalten

Die sich digitalisierende Gesellschaft stellt die Bildung vor neue Herausforderungen, bietet aber auch neue Möglichkeiten. So zeigen Jugendliche online, wie ihre faire Stadt der Zukunft aussieht (www.die-faire-stadt.de). Oder sie lernen mit Hilfe digitaler Tools Geschichte (www.j-a-w.de/historycraft) und ihre Welt verstehen oder gestalten ihre Kommunen mit (www.j-a-w.de/partizipation). Im netzpolitischen Salon reflektieren Expert*innen die Digitalisierung und laden zur Beteiligung on- und offline ein (www.j-a-w.de/netzpolitischer-salon). Für eine zeitgemäße Bildung braucht es neben diesen neuen digitalen Formaten aber auch eine Weiterentwicklung klassischer Bildungskontexte. Aus seinen Erfahrungen an der Jungen Akademie Wittenberg/ Ev. Akademie Sachsen-Anhalt e.V. berichtet Tobias Thiel und lädt zum interaktiven und multimedialen Multilog ein (www.digitalistbesser.info).

Referent/-innen:

Tobias Thiel

4. Rotes Sofa: fjp<media

Media-Scout – ein Peerprojekt von fjp>media

Für die Pionierarbeit des bundesweit ersten Media-Scout-Netzwerks erhielt fjp>media im Jahr 2004 den ersten Preis des Bundeswettbewerbs „Erste Wege ins Netz“. Das landesweite Peer-to-Peer Projekt bildet seitdem Media-Scouts in Sachsen-Anhalt aus. Mit dem Projekt fördert fjp>media landesweit einen kompetenten, reflektierten und produktiven Umgang mit Medien.
Media-Scouts sind jugendliche Ansprechpartner*innen in Jugendklubs, Vereinen oder Schulen. Eine medienpädagogische Ausbildung befähigt sie, Kindern und Jugendlichen zu bestimmten Themen Informationen zu vermitteln und Aufklärungsarbeit zu leisten. Sie unterstützen andere, sich in der Medienvielfalt zurechtzufinden und Medien sinnvoll, aktiv und sicher zu nutzen.

 

 

 

 

Referent/-innen:

Jessica Burkhardt

 

Fairsprechen Projekt von fjp>media

Die Digitalisierung verändert unsere Kommunikation und führt zum Entstehen neuer Interaktionsformen. Neben vielfältigen Potenzialen bergen diese Onlineangebote jedoch auch etliche Gefahren. Soziale Desorientierung, Verschwörungsideologien, Hass und Hetze sind hier exemplarisch. Dabei spielen die direkte Ansprache durch extremistische Gruppierungen oder das passive Rezipieren menschenfeindlicher Kommentare, Falschmeldungen oder Memes ebenso eine Rolle wie sprachliche Entgleisungen im Schutze der vermeintlichen Anonymität sozialer Netzwerke. Mit dem Projekt Fairsprechen unterstützt fjp>media seit 2018 Zivilcourage gegen Hass im Netz. Insbesondere Personen und Institutionen, die mit Hass und Hetze im Netz konfrontiert sind, werden informiert und ermutigt, diskriminierenden Äußerungen zu entgegnen. Das Projekt bildet und berät zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure aus dem Bereich der demokratischen Bildung, aber auch Betroffene von Hass und Hetze im Netz.

 

 

 

Referent/-innen:

Andy Staudte

Audiomitschnitt:

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1. Rotes Sofa: Jugend hackt

Jugend hackt ist ein Programm zur Förderung von technikbegeisterten Jugendlichen. Dieses Jahr unter dem Motto “Mit Code die Um:Welt verbessern” tüfteln die Teilnehmer*innen gemeinsam mit der Hilfe ehrenamtlicher Mentor*innen an Prototypen, digitalen Werkzeugen und Konzepten für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Im November findet Jugend hackt zum dritten Mal im Eigenbaukombinat in Halle statt. In diesem Jahr haben wir uns die Aufgabe gestellt, die Diversität der Teilnehmenden zu erhöhen und insbesondere mehr weibliche Teilnehmende für Jugend hackt zu begeistern. Das rote Sofa wollen wir dazu nutzen, unsere bisherigen Herangehensweisen und Erfahrungen vorzustellen, und darüber zu diskutieren wie dies verbessert werden kann.

 

 

 

 

 

 

Referent/-innen:

Lisa Krug

Daniel Havlik

 

2. Rotes Sofa: [D-3] Deutsch Didaktik Digital

„Neue“ Medien und alte Lernkultur: Was bringt der digitale Wandel im Klassenzimmer?

Nicht erst seit dem Digitalpakt wird das Thema Digitalisierung im Klassenzimmer breit diskutiert. Doch das Digitale dem Analogen strikt gegenüberzustellen, geht an unserer Lebenswelt vorbei. Eine solche Trennung, wie sie in den Debatten aufrechterhalten wird, existiert kaum. Wir fragen vielmehr, wie ‚neue‘ Medien die Lernkultur verändern. – Das Projekt [D-3] lädt dazu auf das Rote Sofa ein: zu Austausch, Argumenten, Anregungen und Anwendungen rund um die digitale Transformation im Klassenzimmer. Wie wandeln sich Lehren und Lernen im Zuge der Digitalisierung? Wie können Lehrer*innen, Medienpädagog*innen und Hochschulen, die Lehrkräfte ausbilden, diesen Prozess wirksam begleiten? Und was können, was sollten, was müssen wir tun, um angehende Lehrer*innen auf die neuen Aufgaben schon heute vorzubereiten? Anders gewendet: Was haben Sie und was hätten Sie gern schon an der Universität gelernt, um neue Anforderungen meistern zu können?

Über diese und weitere Fragen möchten wir ins Gespräch mit Ihnen kommen. Dabei geben wir Input aus der Praxisarbeit des Projekts [D-3] Deutsch Didaktik Digital und stellen unsere Ideen und Ansätze für eine digital- und medienkompetente Lehrer*innenbildung vor. Denn [D-3] verfolgt das Ziel, innovative Lehr-Lernkonzepte, Informationskompetenz und -technologien im Lehramtsstudium an der Martin-Luther-Universität zu verankern. Dabei ist uns wichtig, dass sich die Student*innen mit mediendidaktischen und ‑pädagogischen Konzepten auseinandersetzen und überdies praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten für ihr künftiges Unterrichten bekommen.

Das rote Sofa möchte das Projekt-Team nutzen, um über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Lehrer*innenbildung zu diskutieren, wenn es um die Gestaltung des digitalen Wandels in Deutschlands Klassenzimmern geht.

 

 

 

 

 

Referent/-innen:

Dr. Gunhild Berg

René Barth

Bernhard Franke

Marie Güntzel

Dirk Kuntze

Sarah Stumpf

 

Audiomitschnitt:

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Workshop nach der World Café-Methode.

Workshop Beschreibung:

Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung setzte bereits während des Entwicklungsprozesses der Digitalen Agenda auf Transparenz und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Daher knüpft der Workshop direkt am Panel 10 „Digitale Agenda Sachsen-Anhalt auf dem Prüfstand“ an und möchte die Teilnehmenden der Tagung dazu einladen, ins Gespräch zu kommen, um sich an der Weiterentwicklung des Maßnahmenplans „Bildung in der Digitalen Welt“ zu beteiligen.

Nach der World Café-Methode werden anhand von konkreten Fragen die Informationen und Ergebnisse des vorangegangenen Panels in Kleingruppen diskutiert. Die Ergebnisse der „Cafe“-Gespräche sollen schließlich als Handlungsempfehlungen formuliert werden und bilden zusätzlich Anknüpfungspunkte für die Abschlussdiskussion der Netzwerktagung.

Einführung:

Alexander Karpilowski – Netzwerkstelle Medienkompetenz Sachsen-Anhalt
Katja Wolf – Medienanstalt Sachsen-Anhalt

Folgende Thementische laden zum Gespräch ein:

Schulische Medienbildung – Moderation: Prof. Dr. Paul Bartsch – Hochschule Merseburg

Medienpädagogische und -didaktische Kompetenz der (angehenden) Lehrkräfte/Pädagog*Innen – Moderation: Ines Bieler – Initiative: Lehramt@digital, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Medienkompetenz in der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung – Moderation: Jörg Kratzsch – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

Medienbildung im Kontext des lebenslangen Lernens – Moderation: Lisa Krug – Freie Medienpädagogin

 




Panelbeschreibung:

Sieben Offene Kanäle und Zwei Nichtkommerzielle Lokalradios weisen in Sachsen-Anhalt, nach einer mittlerweile zwanzigjährigen Entwicklung, über den gesetzlich formulierten Auftrag des chancengleichen Zugangs hinaus an ihren jeweiligen Standorten bei der täglichen Arbeit unterschiedliche Schwerpunkte aus. Dabei ergibt sich landesweit ein interessantes Spannungsfeld zwischen medienpädagogischer Praxis, Medienbildung, freier Rede, Integrationsleistungen und kultureller Kompetenz. Hierbei gilt es vor allem einmal den Bereich der gesetzlichen Grundlagen in den Blick zu nehmen und kritisch zu beleuchten. Offene Kanäle und nichtkommerzielle Lokalradios sind seit vielen Jahren auch als Orte politischer Bildung fest in der außerschulischen Bildungslandschaft verankert. Unter dem Aspekt des Rückganges der Einnahmen aus den Rundfunkbeiträgen sind die Bürgermedien gezwungen alternative Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, wie sich die Offenen Kanäle und Nichtkommerziellen Lokalradios künftig ausrichten.

Leitfragen:

  • Wie können gesetzliche Vorgaben und Standortspezifika der Bürgermedien in Einklang gebracht werden?
  • Welchen Beitrag leisten die Bürgermedien für Medienpädagogik und Medienbildung?
  • Wie können Ziele und Ressourcen der Bürgermedien vor dem Hintergrund der Maßgabe der öffentlichen Haushalte in Einklang gebracht werden?

Referent/-innen: 

Bettina Wiengarn (Impuls) – Offener Kanal Magdeburg
Armin Ruda – MOK Kassel
Ricardo Feigel – Medienanstalt Sachsen-Anhalt
Diana Elsner – Offener Kanal Merseburg-Querfurt

Moderation:

Ralf Wendt – radioworks

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Längst haben Computerspiele durch eSport (wettbewerbsmäßiges Videospielen) bzw. Let’s Play (Präsentieren/Kommentieren eines Computerspiels) den Bereich der Nische verlassen und sich zunehmend als Kulturgut wie Musik, Literatur oder Film in der Mitte der Gesellschaft etabliert. Vor allem junge Menschen erweisen sich als besonders affin. Zu glauben, hierbei handele es sich einzig um zielloses „Gezocke“, welches Aggressivität und Sucht erzeugt, ist jedoch unzutreffend. Vielmehr sind Computerspiele teil jugendkultureller Praxen und nicht zuletzt mit Kreativität, Teamwork und Kommunikationsvermögen verbunden. Mit Computerspielen verknüpft sind also vielfältige Bildungspotenziale – die jedoch in eine konkrete Praxis umgesetzt werden müssen. So lassen sich durch spielbasiertes Lernen Programmierkenntnisse, chemische Formeln sowie zeitgenössische Ereignisse vermitteln. Gleichzeitig können Computerspiele in geschützter Umgebung Teamgeist, Disziplin und Konzentration schulen. Voraussetzungen für den effektiven Einsatz sind neben hohem Engagement, didaktisches Begleitmaterial sowie medienpädagogische Konzepte.

Leitfragen:

  • Welche Bedeutung haben Computerspiele in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen?
  • In welchen Bildungsszenarien eignet sich der Einsatz von Computerspielen?
  • Welche (Rahmen-)Bedingungen sind erforderlich, um Computerspiele im Bildungskontext einzusetzen?

Referent/-innen:

Prof. Dr. Johannes Fromme (Impuls) – Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Prof. Dr. Stefan Piasecki – Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW
Michael Gurt – JFF–Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
Johanna Janiszewski – Tiny Crocodile Studios
Stefan Boronczyk – highclickers.com UG

Moderation:

Johanna Daher – MDR SACHSEN-ANHALT

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sind mediale Welten. Soziale Netzwerke, Onlinespiele, Blogs oder Vlogs sind für viele Erwachsene oft noch immer undurchschaubar, stellen aber für Heranwachsende den digitalen Alltag dar.
Diese digitalen Räume sind für Kinder und Jugendliche wichtig, um sich auszuprobieren, in Interaktion zu treten oder Rückmeldungen zu erhalten.
Sie bieten aber auch die Möglichkeit, gegen andere vorzugehen oder selbst ausgrenzt oder diffamiert zu werden.
Laut JIM-Studie 2018 hat bereits jeder fünfte Jugendliche schon einmal mitbekommen, dass andere „digital fertig gemacht“ wurden, acht Prozent sind selbst betroffen. Neben präventiven Angeboten, müssen deshalb auch ausreichende und regionale Strukturen zur Intervention vorhanden sein.
Doch wo findet man in akuten Bedarfsfällen passende Beratungs- und Hilfsangebote? Wie kann eine flächendeckende Interventionsstruktur mit lokalen Ansprechpartner*innen im Land geschaffen werden?

Referent/-innen:

Jessica Burkhardt – Servicestelle Kinder- und Jugendschutz
Hannah Gehrmann – Schülersprecherin Gymnasium
Monika Hohmann – Ausschuss für Bildung und Kultur des Landtages von Sachsen-Anhalt
Stefan Schott – Rückenwind e. V. Bernburg

Moderation:

Bendix Lippe – Jugendpresse Brandenburg e.V.

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Die Digitale Agenda für das Land Sachsen-Anhalt wurde im Dezember 2017 von der Landesregierung beschlossen und befindet sich momentan in Form zahlreicher Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung und Kultur in der Umsetzung. Das breit angelegte Programm verfolgt das Ziel, die Chancen der digitalen Transformation effektiv zu nutzen und gleichzeitig den Herausforderungen der Digitalisierung in Sachsen-Anhalt zu begegnen. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung koordiniert federführend die Digital-Strategie des Landes und fördert die Vernetzung sowie Beteiligung relevanter Akteure. Besonderer Fokus der Paneldiskussion liegt auf dem Handlungsfeld „Bildung in der digitalen Welt“. Dort soll über den bisherigen Stand der Umsetzung der Digitalen Agenda informiert und Planungen für künftige Vorhaben vorgestellt werden. Neben den schulischen Maßnahmen, die mit der KMK Strategie „Bildung in der Digitalen Welt“ und dem DigitalPakt Schule verknüpft sind, sollen ebenfalls Perspektiven für außerschulische Bildung sowie lebenslanges Lernen im Land erörtert werden.

Leitfragen:

  • Was sind die zentralen Herausforderungen in der Umsetzung der Digitalen Agenda in Sachsen-Anhalt?
  • Welche Maßnahmen aus dem Handlungsbereich „Bildung in der digitalen Welt“ befinden sich bereits in der Umsetzung, welche sind geplant?
  • Welches Zwischenfazit legen die bisherigen Umsetzungen und Förderungen nahe? Welche Meilensteine wurden bisher erreicht?
  • Welche Neuerungen/Veränderungen sind im Zuge der „Digitalen Agenda“ für die Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt zu erwarten?
  • Welche Perspektiven für Medienbildung eröffnen sich im Zuge der Umsetzung der Digital-Strategie?

Referent/-innen:

Dirk Nebel – Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Willi Lichtenberg – Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt
Marco Langhof – Verband der IT- und Multimediaindustrie Sachsen-Anhalt e. V.
Andreas Slowig – Christian-Wolff-Gymnasium Halle

Moderation:

Jörg Kratzsch – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Der deutsche Jugendmedienschutz steht durch den digitalen Wandel vor neuen Herausforderungen. Fast täglich entstehen weltweit zahlreiche Produkte im Internet, die eine umfassende inhaltliche Kontrolle mit anschließender Altersklassifizierung unmöglich machen. Außerdem greifen private Unternehmen für die Bewertung ihrer Produkte wie Apps, Spiele oder Streamingdienste vermehrt auf Verfahren mit eigenen (intransparenten) Bewertungskriterien zurück. Hierbei zeigen sich deutsche Regularien als scheinbar zu veraltet, zu komplex und zu schwer durchzusetzen. Ist eine Novellierung der entsprechenden Gesetze mit vereinheitlichten Standards ist für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz daher wünschenswert? In diesem Zusammenhang soll über die Einführung eines Selbstklassifizierungssystems diskutiert werden. Hierbei führt ein Algorithmus, auf der Grundlage einheitlicher Kriterien und sowie eines medienwissenschaftlichen Fragebogens, automatisch Altersbewertungen durch. Eine ähnliche Software erreicht in den Niederlanden bei Anbietern von filmischen Angeboten eine Übereinstimmungsrate von ca. 80% und könnte hierzulande das Kapazitätsproblem lösen.

Leitfragen:

  • Inwiefern ist ein nationaler Jugendmedienschutz in Zeiten der Digitalisierung noch zeitgemäß? Welche internationalen Standards sind erforderlich?
  • Wie lässt sich das Internet im Sinne des Kinder- und Jugendmedienschutzes regulieren ohne Einschränkungen in Kauf zu nehmen?
  • Inwiefern ist eine Software in der Lage, eine differenzierte Bewertung von Apps und Onlinespielen vorzunehmen?
  • Welche Erkenntnisse lassen sich aufgrund von Erfahrungen der Niederlande für das deutsche System ableiten?

 Referent/-innen:

Prof. Joachim von Gottberg (Impuls) – Martin-Luther-Universität Halle
Elisabeth Secker – Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle
Isabell Rausch-Jarolimek – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Martin Heine – Medienanstalt Sachsen-Anhalt

Moderation:

Andreas Ulrich – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Kulturtechniken wie Schrift oder Buchdruck haben nachhaltig die Gesellschaft geprägt und das Lesen, Schreiben sowie Rechnen zu grundlegenden Techniken der Teilhabe an Gesellschaft gemacht. Nun sind es Computer sowie Internet, welche im digitalen Wandel traditionelle Gewohnheiten und Verhaltensweisen revolutionieren. So dienen Bilder und Videos als moderne Form von Identitätskonstruktion, multimediale Plattformen ermöglichen eine permanente zeit- bzw. ortsunabhängige Kommunikation und (private) Daten werden im nie gekannten Ausmaß gewinnorientiert verknüpft.
Kurz: Digitale Medien sind omnipräsent, erweitern traditionelle Handlungsspielräume und schaffen neue Herausforderungen – in allen Lebensbereichen. Dies erfordert auf Seiten der Nutzenden spezifische Kompetenzen. Das Programmieren wird häufig als Ansatz genutzt, um ein Verständnis für algorithmische Prozesse zu entwickeln. Daher werden neben dem medienkompetenten Umgang mit den Informations- und Kommunikationstechnologien vor allem das Programmieren als neue Kulturtechnik diskutiert. Kritiker dagegen proklamieren die traditionellen Kulturtechniken weiter zu fassen und entsprechend zu erweitern.

Leitfragen:

  • Wie verändern sich etablierte Kulturtechniken? Welche neuen Kulturtechniken entstehen?
  • Inwiefern kann Programmieren als neue Kulturtechnik angesehen werden?
  • Gibt es „digitale Kulturtechniken“ und auf welche sollte ein besonderer Fokus in Bildungsprozessen gelegt werden?
  • Welche digitalen Kompetenzen bilden eine mögliche vierte Kulturtechnik?

Referent/-innen:

Jun.-Prof. Dan Verständig (Impuls) – Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Prof. Dr. Stefan Meißner – Hochschule Merseburg
Jördis Dörner – KF Education
Anja Leiß – evangelische Grundschule Magdeburg
Heinz-Josef Sprengkamp – Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Moderation:

Johanna Daher – MDR SACHSEN-ANHALT

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Familien sind in je spezifischer Weise mit Digitalisierung konfrontiert. Unterschiedliche Medienerfahrungen verschiedener Generationen treffen aufeinander und werden zu einer bunten Mischung. In der Familie zeigt sich, ob und wie Digitalisierung konkret wird. Sie schafft enorme Potenziale, wie bspw. durch das mobile Arbeiten der Eltern zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Familien werden zu einem Experimentierraum – mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken. Jung und Alt gestalten mit Hilfe digitaler Technik ihren Alltag, sind in digitale Medien eingebunden und halten darüber Kontakt zu Freunden, Bekannten und auch zu ihren Familienmitgliedern. Digitale Medien bieten die Chance für Familienmitglieder, auch über große räumliche Distanzen hinweg einen intensiven Kontakt zu pflegen. Nichts desto trotz stellen sich aber vorrangig Eltern auch immer wieder die Fragen, ab wann, wie lange und welche Geräte ihre Kinder nutzen bzw. besitzen sollten. Den Fragen zur Medienerziehung ihrer Kinder müssen sich Eltern je nach Altersgruppe und Alltagslage neu stellen. Dies erfordert ein hohes Maß an Auseinandersetzung sowie Reflektion des eigenen Medienhandelns.

Leitfragen:

  • Welche Merkmale kennzeichnen die sozialen Strukturen in der Familie?
  • Welche Rolle spielt Digitalisierung in Familien und welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich daraus?
  • Wie lässt sich der Familienalltag gewinnbringend mit Medien gestalten?

Referent/-innen:

Prof. Dr. Katrin Schlör (Impuls) – Evangelische Hochschule Ludwigsburg
Dr. Iren Schulz – Medienkompetenz Netzwerk Thüringen
Jacqueline Hain – fjp>media
Cornelia Vibrans – Diakonisches Werk im Kirchenkreis Wittenberg e.V.
Henriyeta Byk – JUUUPORT e.V.

Moderation:

Andreas Ulrich – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Seit Jahrzehnten nimmt der klassische Journalismus eine wichtige Rolle innerhalb der Demokratie ein. So galt der professionell ausgebildete Journalist als Gatekeeper, welcher sich mit hohem Maß an Verantwortung mit einer Vielzahl von Quellen auseinander setzte, um ausgewählte Themen mittels Recherche für den öffentlichen Diskurs aufzubereiten und zu präsentieren. Durch die Digitalisierung und die Entstehung neuer Plattformen wie Facebook, YouTube oder Weblogs hat diese Funktion, welche oftmals als vierte Gewalt im Staat bezeichnet wurde, Konkurrenz bekommen. Neben fundiert recherchierten Berichten stehen nun ungefilterte Momentaufnahmen, die durch Bilder sowie reißerischen Überschriften häufiger polarisieren als informieren. Zudem sind stetig sinkende Verkaufszahlen, die Verringerung von Werbepartnern und Redaktionsetats sowie ein Vertrauensverlust gegenüber etablierten Medienvertretern festzustellen. Ausgehend dieser Beobachtungen muss die Vermittlung von Informationskompetenz in Bildungsprozessen verankert werden.

Leitfragen:

  • Mit welchen Strategien reagiert Journalismus auf die Herausforderungen der Digitalisierung und der damit verbundenen Transformation?
  • Ist qualitativer Journalismus auf privaten Plattformen wie YouTube oder Facebook möglich?
  • Wer übernimmt zukünftig journalistischen Aufgaben im Internet, um seriös und unabhängig zu informieren?
  • Welche Rahmenbedingungen bzw. Finanzierungsmodelle sind für einen modernen Journalismus zukünftig denkbar?
  • Wie funktioniert Meinungsbeschaffung und was muss/kann Medienpädagogik dabei leisten? Welche Kompetenzen werden benötigt, um relevante Fakten aus der Vielzahl an Angeboten zu filtern?
  • Welche Konsequenzen haben die medialen Entwicklungen auf die journalistische Arbeit?

Referent/-innen:

Boris Lochthofen (Impuls) – MDR Thüringen
Alois Kösters – Volksstimme
Dr. Lutz Kinkel  – Lie Detectors
Philipp Grammes – Bayern 2, Bayerischer Rundfunk

Moderation:

Vera Linß – Deutschlandradio

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Panelbeschreibung:

Vor dem Hintergrund der umfassenden Digitalisierung und Mediatisierung der Lebenswelten gewinnt Medienpädagogik und Medienbildung im öffentlichen Diskurs vermehrt an Beachtung. Medienpädagogik knüpft in vielfältiger Weise an andere Fachdisziplinen an und befindet sich in einem stetigen Transformationsprozess. Die Dynamik der medialen Entwicklung stellt einerseits die Fachdisziplin vor Herausforderungen. Andererseits nehmen Medienpädagog*innen bereitwillig Themen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen auf und entwickeln Formate für kreative und handlungsorientierte Auseinandersetzungen mit der digitalen Lebenswelt. Aus der Praxis heraus ergibt sich somit die Notwendigkeit einer stärkeren interdisziplinären Vernetzung, mit informatischer Bildung, Rechtswissenschaft, Kinder- und Jugendschutz oder Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund stehen die Perspektiven sowie das Selbstverständnis der Medienpädagogik als Reflexions- und Handlungswissenschaft sowie medienpädagogischer Praxis zur Diskussion.

Leitfragen:

  • Welche Anforderungen stellen sich an medienpädagogische Praxis im Kontext des medialen Transformationsprozesses?
  • Welche Fähigkeiten sollen Medienpädagog*innen für eine umfassende Förderung und Unterstützung von Medienkompetenz mitbringen?
  • Welche künftigen Bedarfe für Handlungs- und Forschungsfelder der Medienbildung lassen sich identifizieren?
  • Wie lässt sich eine Professionalisierung des medienpädagogischen Handelns befördern?
  • Inwiefern ist eine Standardisierung medienpädagogischer Methoden und Ziele sinnvoll?

Referent/-innen:

Sabine Eder (Impuls) – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur
Matthias Schmidt – Medienanstalt Sachsen-Anhalt
Jördis Dörner – KF Education
Christian Kleinhanß – medien+bildung

Moderation:

Ralf Wendt – radioworks

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Panelbeschreibung:

Ansätze Künstlicher Intelligenz (KI) finden wir heute vielfach im unseren Alltag wieder. Durch maschinelles Lernen erkennt die Software Muster und Gesetzmäßigkeiten und liefert in Sekundenschnelle individuelle Empfehlungen für Medieninhalte, navigiert Menschen sicher ans Ziel oder übersetzt fremdsprachige Texte. Heute wird KI vor allem als eine Datenauswertungsmaschine gesehen, die scheinbar unabhängig, objektiv und effektiv arbeitet, gleichzeitig jedoch nicht in der Lage ist, moralisch zu urteilen. Sobald Computerprogramme Menschen klassifizieren und darüber entscheiden, ob sie einen Job bekommen oder zu welchen Tarifen eine Krankenversicherung abschließen können, steht der Einsatz von KI vor einer ethischen Herausforderung. Einschränkung der Bürgerrechte oder Diskriminierung von Menschen wären eine mögliche Folge, wenn solche Entscheidungen allein der Software überlassen werden. Die damit einhergehende gesellschaftspolitische Relevanz von KI-Technologie wird auf diesem Panel unter dem Aspekt der Wertevermittlung, Transparenz, Regulierung und Verantwortung diskutiert.

Leitfragen:

  • Welche Potentiale und Herausforderungen bietet Künstliche Intelligenz?
  • Welche Art von Entscheidungen sollen künftig an Computern übertragen werden?
  • Welche Grenzen sollten der KI-Technologie gesetzt werden?
  • Was kann KI für Individuen und Gesellschaft leisten?
  • Welche Standards müssen bereits in der Entwicklungsphase von KI-Technologie beachtet werden?
  • Wie können wir, mit Blick auf die Bildungsarbeit, Kinder- und Jugendliche dabei unterstützen das Konzept der Künstlichen Intelligenz nachzuvollziehen und sich aktiv in den Entwicklungsprozess einzubringen?
  • Welchen gesellschaftlichen Nutzen lässt sich mit Big Data erzielen?

Referent/-innen:

Philipp Otto (Impuls) – iRights.Lab GmbH
Dr. Harald von Bose – Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Jana Dittmann – Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Marco Langhof – Teleport GmbH
Prof. Dr. Klaus Mainzer – Technische Universität München

Moderation:

Vera Linß – Deutschlandradio

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Zahlreiche Dienste im Internet bieten komfortable Paketleistungen an, die das digitale und analoge Leben durch die Vernetzung unserer Informationen erleichtern sollen. Viele dieser Angebote sind jedoch nur auf den ersten Blick kostenfrei. Aufgrund der notwendigen Preisgabe privater Daten zur Nutzung, werden von den „Big 5“ – Microsoft, Amazon, Google, Apple und Facebook unsere Eingaben kommerziell verarbeitet. Wir bezahlen für die Nutzung der Dienste mit unseren persönlichen Informationen – aus Einstellungen, Interessen und Neigungen erstellen Algorithmen personifizierte Angebote. Daraus entstehen digitale Personenprofile, die Informationen und Angebote vorstrukturieren und sogar zu Manipulationen führen können. Internetnutzende öffnen sich dieser Problematik nur langsam. Kritische Berichte über Datenmissbrauch führen zu einer zunehmenden Verunsicherung und langsam einsetzenden Sensibilisierung. Internetkonzerne bemühen sich zunehmend, auch durch den angestiegenen öffentlichen und politischen Druck, die Vertrauensbalance für die Nutzenden wiederherzustellen.

Leitfragen:

  • Welche Möglichkeiten haben Nutzende, Grundrechte für sich und die Community einzufordern? Gibt es ernsthafte Alternativen zu den „Big 5“ oder ist eine (digitale) Teilhabe ohne die großen Konzerne unmöglich?
  • Was bedeutet „Daten sind der neue Rohstoff“? Welche Geschäftsmodelle sind damit verbunden? Welche Chancen hätte eine Einrichtung öffentlich-rechtlicher Soziale Plattformen?
  • Welche Maßnahmen sollten die Konzerne ergreifen, um das verlorengegangene Vertrauen zurückzugewinnen, um Datentransparenz und -schutz zu gewährleisten?
  • Wie lässt sich das Internet im Sinne des Schutzes personenbezogener und personenbeziehbarer Daten regulieren? Welche konkreten Maßnahmen sollten im nationalen/europäischen/internationalen Kontext ergriffen werden?

Referent/-innen

Ute Bernhardt (Impuls) – Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V.
Friedhelm Greis – golem.de
Prof. Joachim von Gottberg – Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. Matthias Hagen – Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Moderation:

Andreas Ulrich – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Audiomitschnitt:

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Modellunterricht mit dem Internet-ABC

Workshop Beschreibung:

Ob zur Information, zur Kommunikation oder zur Unterhaltung: Das Internet ist für Kinder fester Bestandteil ihres Alltags. Der „richtige“ Umgang damit muss daher bereits in jungen Jahren erlernt werden. Im Schuljahr 2018/2019 starteten das Bildungsministerium SachsenAnhalt und die Medienanstalt Sachsen-Anhalt das gemeinsame Pilotprojekt „Internet-ABCSchulen Sachsen-Anhalt“.

Das Projekt, das sich an Grund- und Förderschulen in Sachsen-Anhalt richtet, integrierte in der Erprobung medienpädagogische Fortbildungen für Lehrkräfte und Informationen für Eltern sowie die gezielte Beschäftigung mit Internetbildungsthemen bei Schüler*innen. Es ist eine Weiterentwicklung der medienpädagogischen Plattform www.internet-abc.de, die Kindern, Eltern und Pädagogen kostenfrei in die sichere Internetnutzung einführt und von allen Landesmedienanstalten getragen wird. Nach der Pilotphase erhielten im Mai 2019 zehn Schulen aus Sachsen-Anhalt das Siegel „Internet-ABC-Schule“ und arbeiten seitdem regelmäßig mit den Materialien im Unterricht.

Lehrkräfte und Schüler*innen der Evangelischen Grundschule Halle zeigen in dem Workshop ganz praktisch, wie Unterricht mit dem Internet-ABC aussehen kann. In der anschließenden Diskussion resümieren die Projektbeteiligten den Projektablauf und stellen weitere Planungen für das Projekt in Sachsen-Anhalt vor.

Leitfragen:

  • Welche Herausforderungen mussten vor und während des Projektes von den Beteiligten gemeistert werden?
  • Welche zentralen Erkenntnisse/Schlussfolgerungen lassen sich aus der Pilotphase ziehen?
  • Wie kann das Internet-ABC-Projekt in Sachsen-Anhalt künftig nachhaltig und flächendeckend durchgeführt werden?
  • Inwiefern können die Inhalte des Internet-ABC in den Lehrplan der Primarstufe übernommen werden? Welche Kompetenzen müssen die Lehrkräfte in dem Zusammenhang erlernen?

Referent/-innen:

Gerald Prüter (Impuls) – Evangelische Grundschule Halle
Sandra Bischoff – Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien/Internet ABC
Michael Arndt – Erste Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt e.V.
Susanne von Holten – Medienanstalt Sachsen-Anhalt
Heinz-Josef Sprengkamp – Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Moderation:

Walter Demski – Medienanstalt Sachsen-Anhalt

Audiomitschnitt:

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Panelbeschreibung:

Das Thema „Kinder, Jugendliche und Werbung“ zieht sich seit Jahrzehnten wie ein roter Faden durch die medien- und verbraucherpolitischen Diskussionen in Deutschland. Klar gekennzeichnete und direkt erkennbare Werbeformen, wie Pop-Ups, Banner oder Roll-Ons sind inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil des kommerziellen Internets. Vermehrt finden sich gegenwärtig aber neue Formen wie native Advertising oder Affiliate Links, die z.B. von Influencern präsentiert werden. Diese neuen, raffinierten „Mischformen“ machen es v.a. jungen Internetnutzenden schwer, Werbung von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden.  Auch das sogenannte Targeting, das u.a. zur Sammlung von personenbezogenen Daten genutzt wird, ist mit Blick auf Kinder und Jugendliche äußerst kritisch zu sehen. Gerade junge Nutzerinnen und Nutzer stehen vor der Herausforderung, die komplexen Strukturen personalisierter Werbung und dazugehörige Geschäftsmodelle zu durchschauen. In der Paneldiskussion wird neben der Werberegulierung die Vermittlung der Online-Werbekompetenz, als eine zentrale (medien-)pädagogische Aufgabe für Bildung, Erziehung, Politik sowie Kinder- und Jugendmedienschutz diskutiert.

Leitfragen:

  • Welche Trends und Strategien lassen sich im Bereich der Online-Werbung identifizieren?
  • Wie wird Online-Werbung von Heranwachsenden wahrgenommen und bewertet?
  • Wie reagieren die Regulierungsinstanzen / Plattformbetreiber auf die dynamische Entwicklung des Online-Werbemarktes?
  • Welche differenzierten Konzepte und nachhaltige Methoden zur Vermittlung von Online-Werbekompetenz gibt es?

Referent/-innen:

Prof. Dr. Lutz Frühbrodt (Impuls) – Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Prof. Dr. Stefan Iske – Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Stefanie Lefeldt – Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Martin Behrens – Web-Videoproduzent alias „Martin Guerrero“

Moderation:

Johanna Daher – MDR SACHSEN-ANHALT

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