Webseminar-Reihe: Kinder und Jugendliche Online – im Spannungsfeld zwischen Gefährdung und Chance

Am 07., 08. & 09. Dezember 2020 jeweils 14.30 – 16.00 Uhr

Social Media-Plattformen sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. WhatsApp, Instagram, YouTube oder TikTok bieten Heranwachsenden wichtige Orientierungs-, Lern-, – und Beteiligungsräume. Gleichzeitig kommen junge Menschen im Internet wiederholt mit problematischen Inhalten, wie Mobbing, Belästigung, Gewalt, stereotypen Rollenbildern oder Falschinformationen in Berührung. Zusätzlich wird das Medienhandeln junger Menschen mit übermäßigem Konsum, unreflektierter Selbstdarstellung oder Missachtung von Bildrechten in Verbindung gebracht. All diese medialen Phänomene sind häufig Ausgangpunkt für Konflikte im Freundeskreis, in Familie und in Schule.

Im Spannungsfeld zwischen Gefährdung und Chance brauchen Kinder und Jugendliche Unterstützung, um sich im Netz souverän bewegen zu können. Altersgerechte sowie vertrauensvolle Beratungs- und Hilfsangebote auf Augenhöhe können Heranwachsende befähigen, Gefährdungspotentiale von Online-Medien zu erkennen, ihre Potenziale produktiv zu nutzen und gegebenenfalls Schutz- und Gegenmaßnahamen zu ergreifen. Eltern, Lehrende, pädagogische Fachkräfte aber auch Gleichaltrige können dabei als Ansprechpartner*innen fungieren. Dies setzt jedoch bei den Erziehenden medienbezogene Kompetenzen und die Kenntnis über mögliche Probleme bei der Nutzung digitaler Medien voraus.

Die medienpädagogische Kompetenz der Teilnehmenden soll mit der Web-Seminar-Reihe gestärkt werden. Es werden aktuelle Phänomene der Onlinewelt Heranwachsender aufgegriffen, Methoden für die Präventionsarbeit geliefert, Lösungsansätze für mögliche Problemlagen präsentiert sowie Tipps für die (medien-) pädagogische Praxis gegeben. Die kostenlose Veranstaltungsreihe richtet sich an Lehrende, Schulsozialpädagog*innen sowie pädagogische Fachkräfte, Eltern und weitere Akteure, die mit medienpädagogischen Aufgaben konfrontiert sind.

07.12.2020, 14.30 – 16.00 Uhr

Messenger-Klassenchats – verantwortungsvoll miteinander kommunizieren

Referent: Jörg Kratzsch, Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media

Bereits in der Grundschule besitzen viele Schüler*innen ein eigenes Smartphone. Spätestens ab der 5. Klasse werden Messenger-Klassenchats für die Kommunikation zwischen Mitschüler*innen für den schnellen Austausch von wichtigen Schulinformationen oder für das Erledigen der Hausaufgaben genutzt. Doch oft geht es in den Klassenchats drunter und drüber. Gesprächsregeln, die im analogen Leben verabredet wurden, werden bei der digitalen Kommunikation oft nicht beachtet. Nicht selten werden Kettenbriefe verschickt, Fotos ungefragt weitergeleitet oder Streitigkeiten im Chat bis spät in den Abend ausgetragen. Die Konflikte und Probleme im Freundeskreis verlagern sich somit in geschlossene Online-Räume und entziehen sich der Beobachtung von Eltern und Pädagog*innen. Eine negative Auswirkung auf den Unterricht und das Klassenklima ist nicht selten die Folge der problematischen Kommunikation. In dem Online-Seminar zeigt Jugendmedienschutzreferent Jörg Kratzsch, wie pädagogische Fachkräfte Schüler*innen für das verantwortungsvolle Miteinander im Klassenchat sensibilisieren können und was es bei der Erstellung von gemeinsamen Klassenchat-Regeln zu beachten gilt.  

08.12.2020,14.30 – 16.00 Uhr

Visuelle Kommunikation auf Social Media – zwischen Anerkennung, Privatsphäre und Vertrauen

Jugendmedienschutzreferent*innen des Offenen Kanals Merseburg-Querfurt

Junge Menschen nutzen Social Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat für Kommunikation und Beziehungspflege, sie folgen ihren Vorbildern und präsentieren sich zumeist in Form von Fotos und kurzen Videoclips der Öffentlichkeit. Die Währung für Anerkennung und Selbstbestätigung sind Likes, Follower und Kommentare. Doch das Onlinehandeln junger Menschen hat auch Schattenseiten. Jugendliche kommen mit beleidigenden und belästigenden Reaktionen in Kontakt. Das freigiebige Veröffentlichen und Teilen von Inhalten kann (datenschutz-)rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zusätzlich zwingen mediale Rollen- und Körperbilder Heranwachsende in klischeehafte und problematische Vorstellung des eigenen Ichs. In dem Online-Seminar werden aktuelle Trends der visuellen Kommunikation auf Social Media Plattformen beleuchtet. Erprobte Methoden zur Sensibilisierung, zum Schutz und zum produktiven Umgang mit den Angeboten zeigen schließlich, wie das Phänomen im pädagogischen Kontext aufgegriffen werden kann.      

09.12.2020, 14.30 – 16.00 Uhr

Wann ist es zu viel? Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen

Referenten*innen: Ann-Kris Gaumann, Medienpädagogin / Felix Heiden, Drobs Halle

Fast jeder Heranwachsende besitzt heute ein Smartphone und ist somit rund um die Uhr online. Einerseits ist der kleine Computer in der Hosentasche ein praktischer Alltagshelfer. Anderseits sehen vor allem Eltern und pädagogische Fachkräfte in der dauerhaften Nutzung digitaler Medien Gefährdungspotenziale und bringen das Medienhandeln Jugendlicher mit dem Begriff „Mediensucht“ in Verbindung. Aus Perspektive der Medienpädagogik und Suchtprävention beleuchten wir mit dem Web-Seminar die Themen Computerspiel- und Internetabhängigkeit. Wir schauen, mit welchen Mechanismen die Nutzer*innen an die Apps und Games gebunden werden. Außerdem geben wir Tipps, wie die Smartphone-Zeit bewusst reduziert und wie Medienerziehung in der Familie gelingen kann.

Anmeldung:

Im Vorfeld der Veranstaltungsreihe erhalten Sie eine Einladung per E-Mail mit dem Link zu den digitalen Räumen (*Pflichtfeld).

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