1. Netzwerktagung

medien – bildung – schule. Unter diesem Motto wurde am 19. und 20. September 2011 die erste „Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt“ in Halle veranstaltet. An zwei Tagen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, sich in 16 Panels und Workshops sowie mehreren Podiumsdiskussionen über unterschiedlichste Bereiche der Medienbildung zu informieren und auszutauschen. Zudem wurde die Veranstaltung genutzt, um sich auf grundlegende Handlungsempfehlungen für die Medienbildung in Sachsen-Anhalt zu verständigen. Mit der Tagung wurde so ein wichtiger Impuls für Politik, Wissenschaft, Lehrerbildung und Medien gegeben. Den Netzwerkgedanken gilt es nun zu stärken und auszubauen.

Diese Netzwerkseite möchte einerseits das Tagungsgeschehen zusammenfassen und andererseits weiterhin über aktuelle Entwicklungen, die die Medienbildung in Sachsen-Anhalt betreffen, informieren. Sie finden hier Tagungsimpressionen, Handlungsempfehlungen sowie wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Medienbildung im Land.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Partnern, Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten für die vielen hochwertigen Impulse und Ideen, welche am 19. und 20. September in Halle (Saale) auf den Weg gebracht wurden, bedanken.

Dokumentation

Hier können Sie die Dokumentation als PDF herunterladen: Dokumentation 1. Netzwerktagung

Video-Dokumentation

Trailer

1.1 Klassenzimmer der Zukunft: Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Panels waren der Auffassung, dass die bestehende „Infrastruktur in den Schulen vielfach völlig unzureichend“, teilweise aber auch „falsch“ ist. Es bestehen – mit Blick auf eine moderne, zeitgerechte Medienbildung – „alte“ Konzepte und Computerkabinette, die heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. An dieser Stelle bedarf es einer Optimierung in Form einer einheitlichen„Infrastruktur und Mindestausstattung an den Schulen“, basierend auf zeitgemäßen und differenzierten Konzepten, um die Medienbildung verbessert in die Schulen zu bringen. Konzepte liegen durchaus vor, sind aber bei den Akteuren und Entscheidungsträgern oft nicht bekannt. Einen Ansatz bieten nach Ansicht der Teilnehmenden derzeit die interaktiven Whiteboards, die z.T. erst sehr wenig eingesetzt werden bzw. bei denen der Einsatz oft hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Schon die vorhandene Whiteboard-Software lässt sich in Verbindung mit Standardsoftware und Internetzugang in allen Fächern nutzbringend einsetzen. Es fehlen aber pädagogisch-didaktische Konzepte und Best-Practice Beispiele, die entwickelt und vor allem auch verbreitet werden müssen. Zudem ist zu bemängeln, dass die freie pädagogische Nutzung von Internetinhalten durch das bestehende Urheberrecht behindert und somit die medienpädagogische Arbeit einschränkt wird. Hier bedarf es einer „gesetzlichen Änderung“.
Die Forderung nach einer „Vernetzung“ wurde in diesem Panel als oberstes Ziel definiert. Vorhandene Konzepte, Erfahrungen und Wissen könnten so problemlos ausgetauscht werden und die Medienbildung in den Schulen vorantreiben.

 

1.2 Schüler machen Medien: Impulse & Ideen für die aktive Medienarbeit in der Schule

In diesem Workshop verständigten sich die Teilnehmenden gemeinsam auf die Forderung nach einem „Ausbau kostenfreier Angebote zur medienpraktischen und medienpädagogischen Qualifizierung“ sowie zur Intensivierung der „Multiplikatorenausbildung“. Weiterhin soll sich die „Schule für freie Medienpädagogenund Medienpädagoginnen öffnen“, um nachhaltig und langfristig an Medienprojekten arbeiten zu können. Eine „fachliche, thematische und technische Unterstützung“ könnte nach Ansicht der Teilnehmenden somit gewährleistet werden. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass die „Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und kurzfristige Projekte unkomplizierter gestaltet“ werden.         
Dies setzt jedoch eine „Überarbeitung der Lehrpläne“ voraus, um Freiräume für aktive und unterrichtsnahe Medienarbeit zu schaffen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Workshops wünschten sich hierbei „größere Unterstützung durch das Kultusministerium“ in Form der „Schaffung von Zeitfenstern für thematische Fortbildungen“ und eine „deutlich verbesserte Ausstattung in den Schulen“.

 

1.3 Handy, Computerspiele, Facebook & Co. – Neue Medien im Unterricht

Ausgangspunkt der Impulsreferate war die Diagnose, dass die verschiedenen neuen Medien im Alltag der Schüler/innen selbstverständlich präsent sind, bei Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrern aber oft noch Unsicherheit auslösen, einerseits was ihre möglichen Risiken angeht, andererseits wie sie pädagogisch konstruktiv thematisiert werden könnten. Davon zeugt u.a. die starke Nachfrage nach Beratungs- und Informationsangeboten. Der Wunsch der Teilnehmenden sowie der Referentinnen und Referenten geht in Richtung einer „Austausch-Community“ und einer „Plattform für (schulische) Ideen, Konzepte und Materialien“, die für die medienpädagogische Arbeit in der Schule entstehen soll. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass es möglicherweise mehrere Angebote dieser Art geben könnte, die nur nicht bekannt seien oder nicht zielgenau eigenen Bedürfnissen entsprechen und deswegen nicht wahrgenommen würden.     
Es wurde angeregt, „Schüler und Schülerinnen stärker einzubinden“. Das oft vorhandene Expertenwissen und die Ausstattung kann kreativ didaktisch in den Unterrichtsalltag eingebunden werden. Oft ist hier die Rede von Unsicherheit in der Kompatibilität der Medien (Computerspiele, verschiedene Netzwerke) mit den Unterrichtsvorgaben. Als günstig wird in diesem Zusammenhang von den Diskutanten aber die „Kompetenzorientierung“ in den neuen Lehrplänen angesehen, da nicht mehr nur die Vermittlung fest definierter Inhalte (z.B. Goethes Faust) im Mittelpunkt steht, sondern die Vermittlung von Kompetenzen (beim Umgang mit Texten z.B. „wesentliche Darstellungsmittel kennen und deren Wirkungen einschätzen“).

 

1.4 Start New Game: Didaktische Modelle für die Behandlung von Computerspielen im Unterricht

In diesem Workshop wurden zunächst verschiedene Praxisbeispiele für die kreative Behandlung von Computerspielen im Unterricht und in Arbeitsgruppen anschaulich vorgestellt, die von den Teilnehmenden als sehr anregend eingeschätzt wurden. Verwiesen wurde außerdem auf den sog. Best Practice-Kompass, in dem Konzepte und Materialien zu diesem Thema zusammengestellt wurden und der kostenlos über die LfM in Nordrhein-Westfalen bezogen werden kann („Best-Practice-Kompass – Computerspiele im Unterricht – Lehrerhandbuch „download hier). In der Diskussion standen Fragen im Vordergrund, die den Umgang mit bestimmten schwierigen Randbedingungen für die Auseinandersetzung mit Computerspielen in der Schule betreffen. Ein „großes Problem ist derzeit der Zeitfaktor“, also der übliche 45-Minuten-Rhythmus. Neue didaktische Konzepte – so die Auffassung in diesem Panel – benötigen in der Regel intensive Vorbereitungszeit. Zudem müssen Schule und das Kollegium von Modellen für die Behandlung von Computerspielen im Unterricht oft erst überzeugt werden.          
Im Ergebnis wurde die Empfehlung formuliert, „Computerspiele in die Schule“ zu bringen, es also einfach zu versuchen. Die Erfahrung zeige, dass es sich lohne. Fazit: „Es geht mehr (auch in der Schule) als man vielleicht meint – man muss es nur wollen/tun.“

 

2.1 Aufwachsen in Medienwelten: Der konvergente Medienalltag als Herausforderung für Eltern & Lehrer

Nach Einblicken in die Medienwelt von Kindern und Jugendlichen wurde in Gesprächen festgestellt, dass es einer „Optimierung der technischen Ausstattung und des technischen Supports an den Schulen“ (v.a. Internetzugang und Computerausstattung) bedarf. Hierfür gilt es zudem „offene Lernkulturen und kompetenzorientierte Lehrpläne“ für den Schulalltag weiter zu entwickeln. Um dies zu garantieren, müsste nach Ansicht der Teilnehmenden eine Veränderung in der Lehrerausbildung angestrebt werden. Die „Integration der Medienpädagogik in die Lehrerausbildung“ sollte zeitnah erfolgen.

 

2.2 Ohne Eltern geht es nicht! Modelle für die Elternmedienarbeit

In Sachsen-Anhalt gibt es viele Ansätze für die Elternmedienarbeit. Der Wunsch der Referenten und Referentinnen und Teilnehmenden der Tagung war in diesem Panel, ein „Verzeichnis zu schaffen, in dem alle Angebote transparent“ gemacht werden können. Das bedingt allerdings, „mehr Fachkräfte für diesen Bereich“ auszubilden.

 

2.3 Mehr als Popcorn: Inhaltliche, didaktische und methodische Potenziale schulischer Filmbildung

Bundesweit wächst der Stellenwert der Filmbildung in und außerhalb der Schule. Eine „Verengung des Medienbegriffs auf Technologie ist nicht mehr allgegenwärtig“, gefragt ist ein „umfassendes Verständnis, auch im Bereich Film“. Eine „Verankerung von Filmbildung in den Schulalltag“ ist – nach Ansicht der Diskutierenden – dringend erforderlich. Um dies zu gewährleisten, müssen Filme einfacher zugänglich gemacht werden und die Schranken für den Bildungsbereich überwunden werden (Urheberrecht). Ein „flächendeckendes und ortsnahes Unterstützungssystem“ wäre zudem notwendig.   

 

2.4 Total vernetzt! Risiken & Potenziale Sozialer Online-Netzwerke

Soziale Online-Netzwerke stehen bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs. Sie nutzen die Netzwerke täglich, aber oft sehr unbedacht. Um Kinder und Jugendliche für die Nutzung von Sozialen Online-Netzwerken zu sensibilisieren, sind auch die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen gefragt.  An dieser Stelle sollte – wie in diesem Panel deutlich wurde – aber auch an die „Eigeninitiative von Pädagoginnen und Pädagogen“ appelliert werden. Durch geeignete Fortbildungen, verbesserte schulische Rahmenbedingungen und Schaffung von zeitlichen Ressourcen/Freiräumen könnte dies nach Ansicht der Referentinnen und Referenten gewährleistet werden. Als Unterstützung sind „medienpädagogische Konzepte und Best-Practice Beispiele“ wünschenswert, die differenziert nach Klassenstufen und Schultypen aufbereitet und an den Schulalltag angepasst werden müssen. Dazu wird die „Unterstützung durch einen Medienfachberater“ für die jeweiligen Landkreise in Sachsen-Anhalt vorgeschlagen.

 

3.1 Gute Grundlagen: Medienpädagogische Qualifikation für Lehrkräfte

Für Lehrerinnen und Lehrer ist es wichtig, dass die schulischen Voraussetzungen für Medienbildung vorhanden sind! Das betrifft – nach Auffassung der Teilnehmenden dieses Panels – vor allem die eigene Qualifizierung, die Schulausstattung und den technischen Support. Die Teilnehmenden fordern zudem, dass das  Lehramtsstudium der MLU Halle-Wittenberg neben fachdidaktischen Angeboten mit Medienbezug eine verbindliche „medienpädagogische Basisqualifikation im erziehungswissenschaftlichen Studium“ beinhalten sollte sowie die „Vermittlung einer modernen Medien- und Methodenkompetenz“.    

 

3.2 Brücke zur Praxis: Medienpädagogischer Kompetenzerwerb im Referendariat

Die Notwendigkeit, „Medienpädagogik verbindlich im Referendariat zu verankern“ ist auf allgemeinen Konsens bei den Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmende der Tagung gestoßen. Die Einführung eines Pflichtmoduls „Medien- und Methodenkompetenz“ zum Ausbildungsjahr 2011/2012 wurde einhellig begrüßt. Bemängelt wurde, dass für dieses Modul kein Curriculum existiere und seine Inhalte daher nicht festgeschrieben seien. Die Seminare sollten bei der Umsetzung medienpädagogischer Inhalte die Unterstützung externer Partner (OKs, Medieninitiativen,…) und das entstehende Netzwerk in Anspruch nehmen. Neben der Mediendidaktik muss im „Referendariat die medial geprägte Welt der Kinder und Jugendlichen einen größeren Stellenwert“ erhalten.

 

3.3 Die Mühen der Ebenen: Medienbildung im Schul- und Unterrichtsalltag – Probleme & Lösungsangebote

Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich in einer von Medien bestimmten Welt auf. Aus diesem Grund wird Medienbildung zu einem „unverzichtbaren Lehr- und Lerninhalt“ in den Schulen. In Sachsen-Anhalt wird Medienbildung als fächerübergreifende Aufgabe in allen Jahrgangsstufen vermittelt. Zusätzlich wurde der Wahlpflichtkurs „Moderne Medienwelten“ für die Klassen 7 bis 10 der Sekundarschule und für den Schuljahrgang 9 am Gymnasium eingeführt. Um schulische Medienbildung im Land zu stärken, benötigen die Lehrenden – so die einhellige Meinung in diesem Panel – eine „adäquate Ausstattung“. Aber auch unabhängig von der Ausstattung muss und kann Medienbildung erfolgen. Mit Hilfe von „verpflichtenden schulinternen Lehrerfortbildungen“, sollten Lehrerinnen und Lehrer zur Vermittlung von Medienbildung motiviert und befähigt werden. Gefordert wurde zudem ein funktionierendes Beratungs- und Unterstützungssystem für die medienpädagogische Arbeit der Schulen.  
 

3.4 Zusammenwirken im System: Schulische Medienbildung in Sachsen-Anhalt – Stand & Perspektiven

Im Land Sachsen-Anhalt gibt es bereits aktuelle Konzepte, erfolgreiche Projekte und vielseitige Angebote im Bereich der Medienbildung. Dringend erforderlich wäre nach Auffassung der Teilnehmenden dieses Panels die „bestehenden Kapazitäten im Land besser zu nutzen“. Unterstützung könnte in diesem Fall ein Netzwerk leisten, welches die Angebote und Konzepte auf aktuellem Stand transparent und für alle zugänglich macht sowie erforderliche Unterstützung wie auch mögliche Kooperationen gewährleistet. Dafür muss nach Meinung der Panelteilnehmer das „Netzwerk Medienkompetenz eine sichere und sichtbare Struktur erhalten“, die personelle wie inhaltiche Kontinuität garantieren.
 

4.1 Und was ist nach Schulschluss? Kulturelle Medienbildung in der Freizeit

Die Teilnehmenden dieses Panels vertreten die Meinung, dass  „Medienkompetenz-vermittlung für Alle“ gilt. „Medienkompetenz wird als Teil der Demokratie-entwicklung“ gesehen. Was in Sachsen-Anhalt gebraucht wird, ist eine „flächendeckende/landesweite Medienkompetenzvermittlung“.  
Um die Medienkompetenzvermittlung in Land zu stärken, muss auch „Kindern und Jugendlichen eine Stimme“ gegeben werden, „Lehrer müssen mehr in Medienbildungsprozesse einbezogen“ werden, die „technische Ausstattung von Schulen muss verbessert“ und die  Bürgermedien sollten stärker eingebunden werden.

 

4.2 Jugendmedienschutz 2.0:  Aktuelle Probleme & Debatten

Die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages ist gescheitert. Das ist mit Blick auf eine sich rasch verändernde und höchst konvergente Medienwelt kein leichtes Unterfangen. Es gilt den Jugendmedienschutz durch präventive Maßnahmen zu unterstützen. Nur, da sind sich die Referentin und Referenten des Panels einig, „kann Medienpädagogik Jugendschutz nicht ersetzen“.

 

4.3 Beruflicher Karriereschlüssel? Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation

In Bearbeitung.

 

4.4 Eine Frage des Geldes? Finanzierungsmöglichkeiten von Medienbildungsprojekten

Bei der Diskussion, welche sich rund um die Finanzierungsmöglichkeiten drehte, war seitens der Teilnehmenden sowie der Referentinnen und Referenten, die Einrichtung einer „Stelle für die Einwerbung von Projektgeldern“ unabdingbar. „Schulische Bedarfe und außerschulische Angebote sollten in einem lokalen Netzwerk zusammenarbeiten“. Eine „zentrale Beratungsstelle für Lehrende über die Einwerbung von Mitteln für Medienprojekte“ könnte über das Netzwerk koordiniert werden. Zudem muss in den „Lehreraus- und Fortbildungen Medienpädagogik“ enthalten sein. Als Unterstützung sollen „Medienpädagogen an den Schulen“ eingesetzt werden. Eine bedeutende Handlungsempfehlung aus diesem Panel lautete, dass „jede Schule eine Mindestgrundausstattung an Medientechnik aus Steuermitteln erhalten muss.“

Panel 1: Klassenzimmer der Zukunft: Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Leitfragen:

  1. In welchen Fächern und für welche Zwecke bietet sich    der Einsatz digitaler Medien im Unterricht an?
  2. Welches sind die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die schulische Arbeit mit den neuen Medien?
  3. In welchem Verhältnis stehen Aufwand und pädagogischer Ertrag?
  4. Welche informatischen Kompetenzen sollten Schülerinnen und Schüler in welcher Klassenstufe als Voraussetzung zur Nutzung der neuen Medien erwerben?
  5. Welchen neuen Herausforderungen müssen sich die Lehrer stellen?

Panelbeschreibung: 

Computer oder Notebooks gehören heute zur Standardausstattung von Haushalten, in denen Kinder- oder Jugendliche aufwachsen. Als Universalmedium spielt der Computer nicht nur für Spiel und Unterhaltung eine wichtige Rolle, sondern zunehmend auch als Lern- und Kommunikationswerkzeug (vgl. JIM-Studie 2010). Damit eröffnen sich einerseits vielfältige Möglichkeiten, Computer und andere digitale Medien in den Schulalltag zu integrieren, andererseits wird die Beschäftigung mit ihnen zu einer übergreifenden Bildungs- und Erziehungsaufgabe.
Mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht sind teilweise hohe Erwartungen verbunden, etwa was die Förderung des selbstgesteuerten und entdeckenden Lernens oder gar die Entstehung einer neuen Lernkultur angeht. Auf der anderen Seite sind viele Lehrende bezogen auf konzeptionelle, methodische und auch technische Fragen unsicher. Daher sollen in diesem Panel Konzepte und konkrete Erfahrungen aus zwei Modellprojekten mit dem Einsatz digitaler Medien (z.B. von Notebooks) im Klassenzimmer genauer vorgestellt und diskutiert werden.

Referenten: Dr. Henry Herper, Birgit Kersten
Moderation: Prof. Dr. Johannes Fromme

 

 

 

  • Achim Lauber

    Erfurter Netcode e.V.

    Panel 14: Medienaneignung von Kindern: Medienkompetent von Anfang an?

  • Albrecht Steinhäuser

    Oberkirchenrat, Vorsitzender Versammlung Medienanstalt Sachsen-Anhal

    Panel 4: Politik, Kirche, Wohlfahrtsverbände: Wegbereiter für eine nachhaltige Medienbildung in die Breite?

  • Andrea Wegner

    Deutscher Kinderschutzbund – Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

    Panel 5: Herausforderungen für die Familie 2.0: Datenschutz, Verbraucherschutz und Jugendmedienschutz

  • Andreas Hedrich

    Mediennetz Hamburg e.V.

    Panel 7: Medienpädagogische Netzwerke im Gespräch: Erfahrungen, Partnerschaften, Erfolgsmodelle

  • Anke Bergmann

    Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)

    Panel 13: Erfolgsmodell Scripted Reality: Real und doch nur gespielt?